Städte in Portugal, die man am besten zu Fuß entdeckt
Manche Städte versteht man besser, wenn die Karte für eine Weile in der Tasche bleibt. Lissabon, Porto, Coimbra und Viana do Castelo unterscheiden sich deutlich in Größe und Landschaft, haben aber eines gemeinsam: Zu Fuß lassen sich Viertel, Sehenswürdigkeiten, Märkte, Gärten und Straßen miteinander verbinden, die man beim schnellen Wechsel von einem Ort zum nächsten leicht übersehen würde. Wenn Sie Städte für einen Kurzurlaub in Portugal suchen, sind diese vier gute Gründe, bequeme Schuhe einzupacken.
Portugal zu Fuß: vier Städte, vier Arten sie zu erkunden
Von den Hügeln Lissabons bis zu den Straßen entlang des Lima in Viana do Castelo: Wer eine Stadt zu Fuß erkundet, nimmt Entfernungen, den Wechsel zwischen Vierteln und kleine Details wahr, die bei einem schnelleren Tempo leicht verloren gehen.
Eine Stadt muss weder flach noch klein sein, damit sie sich gut zu Fuß erkunden lässt. Lissabon und Porto zeigen das besonders deutlich. Der Reiz dieser Reiseziele liegt darin, Rundgänge zusammenzustellen, die verschiedene wichtige Orte der Stadt miteinander verbinden. Dazwischen liegen Cafés, Geschäfte, Gärten, Plätze und Straßen, die ganz ungeplant Teil der Reise werden können.
Lissabon: von den Hügeln bis zum Tejo
In Lissabon gehören Steigungen und Gefälle zum Spaziergang durch die Stadt. Gerade sie verbinden einige der charakteristischsten Viertel miteinander. Ein Rundgang durch Alfama kann in der Nähe von Santa Apolónia beginnen, durch die Straßen des Viertels bis zur Kathedrale von Lissabon führen und anschließend zu den Aussichtspunkten, zur Burg São Jorge oder in die Baixa weitergehen.
In der anderen Richtung lässt sich die Stadt entlang des Tejo erkunden. Hier zeigt sich ein anderes Lissabon als zwischen den engen Gassen der historischen Viertel. Bei einem ersten Besuch hilft die Kombination dieser beiden Seiten dabei, die Beziehung der Stadt zu ihren Hügeln und zum Fluss kennenzulernen.
Ein möglicher Rundgang:
Santa Apolónia → Alfama → Kathedrale von Lissabon → Baixa → Praça do Comércio
Porto: zu Fuß zwischen Innenstadt und Douro
In Porto liegen viele Sehenswürdigkeiten des historischen Zentrums nah genug beieinander, um einen großen Teil des Tages zu Fuß zu gestalten. Aliados, Bolhão, Santa Catarina, Clérigos und Ribeira lassen sich in einem Rundgang verbinden. Wegen der Steigungen sollte man jedoch etwas Zeit und bequeme Schuhe einplanen.
Gerade zwischen diesen bekannten Orten zeigen sich einige Details, für die sich das Gehen lohnt: schmale Fassaden, kleine Geschäfte, Cafés, mit Azulejos verkleidete Kirchen und Straßen, die plötzlich den Blick auf den Douro freigeben. Von der Ribeira aus kann der Spaziergang am Fluss weitergehen oder über die Brücke Luís I bis nach Vila Nova de Gaia führen.
Ein möglicher Rundgang:
Mercado do Bolhão → Avenida dos Aliados → Clérigos → Rua das Flores → Ribeira
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Viana do Castelo
Viana do Castelo: vom historischen Zentrum bis zum Fluss
Mit einer anderen Größenordnung als die drei vorherigen Städte lässt sich in Viana do Castelo das historische Zentrum leicht zu Fuß mit dem Flussufer verbinden. Die Praça da República ist ein guter Ausgangspunkt, um durch die Straßen des Zentrums zu gehen, die Architektur der Stadt zu entdecken und anschließend in Richtung Lima weiterzulaufen.
Der Spaziergang kann am Fluss fortgesetzt werden, wo sich die städtische Landschaft allmählich öffnet. Der Atlantik ist nicht weit entfernt, und gerade diese Verbindung zwischen historischem Zentrum, Fluss und Meer unterscheidet Viana von anderen portugiesischen Städtezielen. Für den Aufstieg zum oberhalb der Stadt gelegenen Heiligtum Santa Luzia bietet sich die Standseilbahn an – so bleibt anschließend noch Energie für weitere Wege durch die Stadt.
Ein möglicher Rundgang:
Praça da República → historisches Zentrum → Ufer des Lima → Hospitalschiff Gil Eannes
Coimbra: eine Stadt voller Steigungen, Geschichte und akademischem Leben
In Coimbra hilft das Erkunden zu Fuß dabei, den Aufbau der Stadt zu verstehen. Die Baixa erstreckt sich in der Nähe des Mondego, während die Universität den höher gelegenen Teil der Stadt einnimmt. Straßen, Treppen und Bögen begleiten dabei den Aufstieg durch verschiedene Kapitel der Geschichte Coimbras.
Von der Baixa aus führt der Weg durch die Geschäftsstraßen hinauf zur Alten Kathedrale und zur Universität von Coimbra. Der Aufstieg verlangt etwas Kondition, doch die Entfernungen sind überschaubar und ermöglichen es, die Stadt ohne eine ständige Abfolge von Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu entdecken. Von der Universität aus bietet der Rückweg in Richtung Mondego anschließend eine andere Perspektive auf Coimbra.
Ein möglicher Rundgang:
Baixa von Coimbra → Arco de Almedina → Alte Kathedrale → Universität Coimbra → Botanischer Garten
WELCHE STADT PASST ZU IHRER REISE? Vier Städte, vier verschiedene SpaziergängeLissabon Porto Coimbra Viana do Castelo |
Auch die Lage des Hotels spielt beim Erkunden zu Fuß eine Rolle
Wenn Sie einen großen Teil Ihrer Reise zu Fuß verbringen möchten, sollte auch die Lage des Hotels in die Planung einbezogen werden. Wer den Tag bereits in der Nähe des Zentrums, eines interessanten Viertels oder einer der wichtigsten Fußrouten beginnt, spart Wege und kann zwischendurch leichter zum Hotel zurückkehren, ohne den gesamten Tagesplan neu organisieren zu müssen.
Lissabon, Porto, Coimbra und Viana do Castelo zeigen zugleich, dass es keine einzige Formel für eine Stadt gibt, die sich gut zu Fuß erkunden lässt. Hier gibt es Hügel, kompakte historische Zentren, Flussufer und Straßen, die ganz automatisch zu einem langsameren Tempo einladen. Eines verbindet alle vier: Ein wichtiger Teil der Reise findet auf dem Weg von einem Ort zum nächsten statt.




